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[Teil 1] Die Ahlulbayt (as) und die Medizin – Bauchschmerzen


Die folgende Überlieferung stammt aus dem shiitischen Werk ''Tibb al A2immah'', worin Ratschläge der Ahlulbayt(as) enthalten sind, die über Linderungen und Beseitigungen von Beschwerden aufklären.

Al Hussein bin Bistam berichtete von Muhamad bin Khallaf, von Washsha, von Abdallah bin Sinan, von Jafar bin Muhamad (as), von seinem Großvater (as), der sagte: Ein Mann beklagte sich beim Propheten (saas) und sagte: Oh Gesandter Allahs, ich habe einen Bruder, der Bauchbeschwerden hat. Der Prophet (saas) sagte: Sage deinem Bruder, dass er Honig mit heißem Wasser trinken soll. Der Mann kehrte in den darauffolgenden Tagen zum Propheten (saas) zurück und sagte: Oh Gesandter Allahs (saas), ich gab ihm das Getränk, jedoch zog er keinen Nutzen daraus. Der Gesandter Allahs (saas) sagte: Allah (swt) sagte die Wahrheit, nur der Bauch deines Bruders hat gelogen. Geh und gib deinem Bruder (nochmals) das Getränk und spreche für ihn sieben mal die Surah al Fatiha aus. Als der Mann davonging, sagte der Prophet (saas): Der Bruder von diesem Mann ist ein Heuchler. Wer auch immer einer ist, dem wird das Getränk nicht helfen.

Info:
Keine Angabe über die Authentizität der Überliefererkette

Das Honig gegen Bauchschmerzen und andere Beschwerden hilft ist ein bestätigter Fakt. Man muss nur etwas im Internet recherchieren, siehe beispielsweise folgende Quelle:

[...]Als Hausmittel wurde ebenso Honig schon immer zur Heilung aller möglichen Magenbeschwerden verwendet. Honig enthält Substanzen, die magenschleimhautaufbauend wirken. Zur Linderung der Magenschmerzen sollten Sie abends vor dem Schlafen gehen auf nüchternen Magen einen Esslöffel naturbelassenen, kaltgeschleuderten Honig nehmen.[…]

Was Honig in Kombination mit heißem Wasser (Tee) anbelangt, so lesen wir folgendes:

[...]Verwenden Sie für Heilzwecke nur naturbelassenen, also nicht erhitzten Honig – am besten von einem Imker Ihres Vertrauens. Beim Erhitzen gehen nämlich viele wertvolle Inhaltsstoffe kaputt. Deshalb sollten Sie, bevor Sie Honig in den Tee oder in die heiße Milch geben, auch so lange warten, bis diese Trinktemperatur erreicht haben.[...]

Ob dies stimmt, dass das Wasser nicht zu heiß sein sollte, liegt nicht in unserem Ermessen zu entscheiden. Jedoch würde dies ohnehin nicht der Überlieferung widersprechen.

Nicht zu vergessen, ist auch folgende Überlieferung, die ebenfalls im Werk ''Tibb al A2immah'' verzeichnet ist:

Abu Abdallah (as) sagte: Es existiert keiner der Gläubigen, der über eine Krankheit klagt und mit einer aufrichtigen Absicht, während er dabei seine Hände auf die Fläche der Erkrankung tut, folgendes rezitiert:''[17:82] Und Wir offenbaren vom Qur´an, was für die Gläubigen Heilung und Barmherzigkeit ist; den Ungerechten aber mehrt es nur den Verlust.'' ohne dabei von der jeweiligen Krankheit geheilt zu werden, was auch immer es für eine sein mag. Das Wahre von dem Besagten, wird im (selben) Vers bestätigt, nämlich ''was für die Gläubigen Heilung und Barmherzigkeit ist''.

Übersetzt und recherchiert: Mohamad.A     Internetseite: Shiat-mohamad.blogspot.com

[Teil 2] Auslegung zur Ziyarat Ashura


Weiter geht es mit der Auslegung der Ziyarat al Ashura.

[1] Betroffene Sektion der Ziyarah


Wir schauen uns die zweite Zeile der Ziyarat Ashura an. Imam Hussein (as) wird wie folgt angesprochen:

Friede sei mit dir, oh Sohn des Gesandten Allahs!
Übersetzung: [mustahab.al-shia.de]

[Sektion 1] oh Sohn des Gesandten Allahs!


Oh Sohn des Gesandten Allahs!...(Transliteration: Assalamu 3alaika yabna rasuulillah)

Imam Hussein (as), der Sohn des Gesandten und Propheten Mohamad (saas)? Wie kann dies der Fall sein? Ist er denn nicht der Sohn von Imam Ali (as)? Natürlich ist Imam Hussein (as) der Sohn von Imam Ali (as), doch aufgrund seines hohen Stellenwerts beim Propheten (saas), galt er für diesen wie ein eigener Sohn. Es war auch so, dass in der Vergangenheit von vielen Feinden der Ahlulbayt (as) das Argument aufkam, dass die Ahlulbayt (as) zur Nachkommenschaft Imam Alis (as) zählt und nicht zur Nachkommenschaft des Propheten Mohamads (saas). Sie versuchten immer wieder diese tiefe Bindung des Propheten (saas), speziell bezogen auf al Hassan (as) und al Hussein (as), kleinzureden. Doch die Ahlulbayt (as) trotzte dieser Behauptung mittels von Beweisen, die wir in diesem Artikel wiedergeben werden.

Der Vers 58:07 - Allah (swt) ist der vierte von den dreien und ist auch der sechste von den fünfen und ist überall



Es folgt nun eine Auslegung zum folgenden Vers:

[58:07]...Es gibt kein vertrauliches Gespräch zwischen dreien, ohne daß Er ihr vierter wäre, und keines zwischen fünfen, ohne daß Er ihr sechster wäre, und auch nicht weniger oder mehr als dieser (Zahl), ohne daß Er mit ihnen wäre, wo immer sie sein mögen...

Folgende authentische Überlieferung erklärt den angesprochenen Vers wie folgt:

Hamza ibn Muhamad al Alawi (ra) sagte: Ali ibn Ibrahim berichtete uns, sich berufend auf seinen Vater, Muhamad ibn Abi Umayr, Umar ibn Udhayna: Abu Abdallah al Sadiq (as) wurde gebeten die Worte von Allah (swt) zu erklären: [58:07]...Es gibt kein vertrauliches Gespräch zwischen dreien, ohne daß Er ihr vierter wäre, und keines zwischen fünfen, ohne daß Er ihr sechster wäre, und auch nicht weniger oder mehr als dieser (Zahl), ohne daß Er mit ihnen wäre, wo immer sie sein mögen. […] Er sagte: Er (swt) ist Einer, einzigartig und erwiesen (offenkundig) für seine Geschöpfe. Er (swt) umfasst alles mittels seiner Aufsicht (Kontrolle), Allwissenheit und Allmacht. Nichts aus den Himmeln und der Erde ist fern von Ihm (swt), sei es auch die Größe eines Atoms, größer oder auch kleiner als dies, sodass Er (swt) dieses wohl möglich mittels seines Wissen nicht umfasst. Er (swt) umfasst alles anhand seines Wissens, jedoch nicht mittels seiner Essens, da der Raum (der Ort) aus vier Dimensionen besteht. Wenn Er (swt) alles mittels seiner Essens umfassen würde, so würde zwingend eine Grenze (Begrenzung) für ihn bestehen.

Shiitische Quelle: Al Tauhid, von Al Saduq, Kapitel 9, Hadith 13 – auch in Al Kafi ähnlich wiederzufinden
Einstufung: Al Majlisi, Sahih (authentisch – in al Kafi), siehe Mirat ul Uqul, Band 1, Seite 67

Diese Überlieferung reicht vollkommen aus, da sich die shiitschen Gelehrten über diesen Vers in ihren Tafsirwerken (Auslegungen zum Koran) so gut wie einig sind.

Übersetzer: Mohamad.A     Internetseite: Shiat-mohamad.blogspot.com

Und Allah (swt) gewährt dir für eine kleine Tat einen großen Lohn


Es folgen Überlieferungen bezüglich dieser Thematik, die euch einen kleinen Einblick darüber gewähren, wie barmherzig Allah (swt) ist. Das Besondere an diesen Überlieferungen ist, dass sie authentisch sind. Seht selbst, wie Allah (swt) eine kleine Tat schätzt, gefolgt von einer großen Belohnungen seiner Diener.

Muhammad ibn Yahya berichtet von Ahmad ibn Muhammad ibn Isa, von Muhammad ibn Ismail, von Hanan ibn Sadir, der folgendes sagte: Ich hörte Abu Abdallah (as) sagen: Sobald Allah (swt) einen von seinen Dienern, der eine kleine gute Tat ausgeübt hat, liebt, gewährt er diesem einen großen Lohn für diese kleine Tat. Er (swt) betrachtet es nicht als außergewöhnlich, jemandem einen großen Lohn für eine kleine Tat zu gewähren.

Shiitische Quelle: Al Kafi, Band 2, Seite 86
Haditheinstufung: Al Majlisi, Muwathak (authentisch), siehe Mirat ul Uqul, Band 8, Seite 110

Ali ibn Ibrahim berichtete von seinem Vater, von ibn abu Umayr, von Hafs ibn al Bakhtari und anderen, von Abu Abdillah (as), der folgendes sagte: Ich war sehr bestrebt hinsichtlich der Anbetung (Gottes) und war jung. Mein Vater (as) sagte zu mir: Mein Sohn, ich möchte dich auch mal sehen, wie du Dinge tust, die anders sind als diese. Denn, sobald Allah (swt) einen Diener liebt, ist Er (swt) zufrieden mit ihm, selbst hinsichtlich einer sehr kleinen Tat.

Shiitische Quelle: Al Kafi, Band 2, Seite 87
Haditheinstufung: Al Majlisi, Hasan kal Sahih(gut wie ein authentischer Hadith), siehe Mirat ul Uqul, Band 8, Seite 110

Ali ibn Ibrahim berichtete von seinem Vater, von ibn abu Umayr, von Hisham ibn Salim, von Abu Abdallah (as), der folgendes sagte: Sobald jener (von einem Hadith) erfährt, dass für eine gewisse Handlung ein gewisser Lohn besteht und dieser diese Handlung ausführt, wird er solch einen Lohn auch erhalten, selbst wenn es (das Besagte im Hadith bezüglich des Lohnes) nicht derartig ausfallen sollte (da der Hadith von der Überlieferungskette her wohl möglich falsch ist).

Shiitische Quelle: Al Kafi, Band 2, Seite 87
Haditheinstufung: Al Majlisi, Hasan kal Sahih(gut wie ein authentischer Hadith), siehe Mirat ul Uqul, Band 8, Seite 112

Abu Ali al Ashari berichtet von Muhammad ibn Abd al Jabbar, von Safwan, von Ishaq ibn Ammar und Abd ibn Sinan, von abu Abdallah (as), der folgendes sagte: Der Gesandte Allahs (saas) sagte, dass Allah (swt) sagte: […] Wer auch immer mir eine Leihe (anhand von guten Taten) gibt, dem werde ich diese zehn mal, bis hin zu siebenhundert mal mehr zurückgeben, ja selbst noch mehr, wenn ich es so möchte. Von jenen, die mir keine Leihe gewähren, werde ich zwangsweise etwas nehmen. Wenn diese dann Geduld ausüben, werde ich ihnen drei Belohnungen gewähren. Würde ich nur eine (dieser Belohnungen) meinen Engeln geben, wären diese zufrieden (glücklich) mit mir. Der Haditherzähler erzählt weiter, dass Abu Abdillah (as) die Worte Allahs (swt) rezitierte: [...][2:156] die, wenn sie ein Unglück trifft, sagen: "Wir gehören Allah, und zu Ihm kehren wir zurück." [2:157] Sie sind es, denen Segnungen (info: Der erste Lohn) von ihrem Herrn und Erbarmen (info: zweiter Lohn) zuteil werden, und sie sind die Rechtgeleiteten (info: dritter Lohn). Abu Abdillah (as) sagte danach: Dies trifft zu, sobald Allah (swt) von jemandem zwangsweise etwas nimmt.

Shiitische Quelle: Al Kafi, Band 2, Seite 92
Haditheinstufung: Al Majlisi sagt, Sahih(authentisch), siehe Mirat ul Uqul, Band 8, Seite 141

Möge Allah's (swt) Barmherzigkeit mit euch sein.

Übersetzer: Mohamad.A     Internetseite: Shiat-mohamad.blogspot.com

[Teil 1] Auslegung zur Ziyarat Ashura


Hiermit beginnen wir mit unserer Vortragsreihe, ''Eine Auslegung zur Ziyarat Ashura''. Diese Ziyarat ist ein Hadith al Qudsi, ein Hadith, der von Allah (swt) stammt. Von daher beteuern unsere Gelehrten immer wieder, wie wichtig es ist diese Ziyarat zu lesen. Infolgedessen schrieben auch viele von ihnen Auslegungen, sodass wir sie besser verstehen können. Wir haben uns einige dieser Auslegungen angeschaut und werden in dieser Vortragsreihe genau auf diese zurückgreifen. So sollte der Leser wissen, dass wir hier keine eigene Auslegung anbieten, denn hierfür sind wir, aufgrund unseres Wissenstand, noch nicht berechtigt. Vielmehr greifen wir auf die Auslegungen der Gelehrten zurück und fassen diese zusammen.

[Hadithauslegung] Imam al Mahdis (ajf) Verborgenheit ist zu vergleichen mit der Sonne hinter den Wolken


Es existiert eine sehr bekannte Überlieferungen, welche die Verborgenheit von Imam Mahdi (ajf) mit der Sonne hinter den Wolken vergleicht. Sie deutet darauf hin, dass wir trotz seiner Verborgenheit von ihm profitieren und dies im gleichen Maße, wie von der Sonne hinter den Wolken. Wie ist solch eine Überlieferung zu verstehen? Von welchem Nutzen ist hier die Rede?

[1] Die bekannte Überlieferung


Bevor wir die Deutung dieser Überlieferung preisgeben und dies anhand des shiitischen Hadithspezialisten Allamah al Majlisi, listen wir erstmals die angesprochene Überlieferung auf:

Bist du ein wahrer Shiite?


Aus den shiitischen Überlieferungen geht hervor, dass die Shiiten einen derart vorzüglichen Rang besitzen, dass selbst das Feuer ihnen nichts anhaben wird. Besagen diese Überlieferungen nun, dass wir Sünden begehen dürfen und uns trotz dessen nicht vor der Hölle fürchten müssen? Wann ist man überhaupt ein Shiite? Reicht es hier schon aus den Propheten Mohamad (saas) und seine Familie zu lieben? Genau diese Fragen werden in diesem Artikel kurz und knapp beantwortet.

[1] Der gottesfürchtige Muhammad bin Muslim al Thaqafi verneint es ein Shiite zu sein


Aus der Geschichte gehen viele Personen hervor, die vorbildliche Shiiten waren. Hierzu gehören jene, die sogar von unseren Imamen (as) höchstpersönlich gelobt wurden. Als Beispiel könnte man Muhammad bin Muslim Thaqafi auflisten. Dieser war ein treuer Gefährte von Imam Mohamad al Baqir (as) und Imam Jafar al Sadiq (as). Beide lobten diesen und empfahlen ihn auch an ihre Shiiten weiter, wenn es sich beispielsweise um religiöse Angelegenheiten handelte. Die shiitischen Gelehrten von heute preisen Muhammad bin Muslim Thaqafi als den größten Gelehrten seiner Zeit. Doch warum erwähne ich all dies?

Einst machte sich Muhammad bin Muslim al Thaqafi mit Abu Karibatul Azdi auf dem Weg, um Qazi Sharik zu sehen. Qazi Sharik blickte zornig auf sie und sagte: Diese Beiden sind Jafaris und Fatimis! Nachdem beide dies hörten, fingen sie an stark zu weinen. Als Qazi sie fragte, weshalb sie denn weinen, antworteten sie: Du hast uns mit solch einer erhabenen Person in Verbindung gebracht (Imam Jafar al Sadiq as.)! Kann man denn etwa Menschen, wie uns, bei denen es an Frömmigkeit hapert, mit solch einer erhabenen Person vergleichen? […] Wir wären dir sehr dankbar, wenn du unsere Bitte annehmen würdest (uns nicht mit einem Titel ansprichst, den wir nicht verdienen).

Shiitische Quelle: Ayatullah Desteghayb al Shirazi erwähnt diese Überlieferung in seinem Werk ''die großen Sünden'', Kapitel 2

Dieses soll euch zeigen, welch einen Wert der Begriff ''Shia, Jafari, Imami'' trägt. Selbst jene, die von unseren Imamen (as) in den höchsten Tönen gelobt wurden, sahen sich noch nicht so weit, um mit diesem Begriff betitelt zu werden.

[2] Die wahren Shiiten sind jene, die den Imamen (as) Folge leisten


Der Begriff ''Shiite'' gebührt nur jenem, der den Imamen Folge leistet, und zwar in allen Aspekten, sei es bezüglich des Charakters oder auch der Rede. Folgende Überlieferungen kann man als Beweis auflisten, wobei viele weitere bestehen:

Imam al Kadhim (as): Unsere Shiiten sind allein jene, die uns befolgen, in unsere Fußstapfen treten und so handeln wie wir.

Shiitische Quelle: Bihar al Anwar

Imam Sadiq (as) sagte: Einst ging eine Gruppe von Menschen hinter Amir al Mu2mineen (Imam Ali as.). Er fragte sie, wer sie denn seien. Sie sagten, dass sie seine Befolger (Shiiten) wären. Daraufhin fragte er sie, weshalb sie denn nicht die Merkmale seiner Befolger hätten. Im Gegenzug fragten sie ihn, was denn die Merkmale der Shiiten seien. Er antwortete: Blässe, aufgrund des geringen Schlafs, Schlankheit, aufgrund des Fastens, trockene Lippen, aufgrund der viele Gebete und Bescheidenheit (Demut).

Shiitische Quelle: Mishkat ul-Anwar, Hadith 282

Imam Baqir (as) sagte zu Jabir: Reicht es denn für jemanden aus, der behauptet unser Anhänger zu sein, einfach nur seine Freundschaft mit der Ahlulbeit zu bekunden? Ich schwöre bei Gott, dass keiner unser wahrer Anhänger ist, sofern er nicht Allah fürchtet und ihm gehorcht. Unsere Anhänger sind bekannt für ihre Bescheidenheit und ihrem häufigen Gedenken an Gott, ihrem Fasten, ihrem Beten, dem Helfen der Waisen und Bedürftigen, sowohl den verschuldeten als auch den bedürftigen Nachbarn, dem Rezitieren des Korans und ordnungsgemäß mit den Menschen zu reden. Sie sind immer zuverlässig (vertrauenswürdig) gewesen unter ihren Völkern. Jabir fragte: Oh Enkelsohn des Propheten! Ich kenne niemanden der solche Art von Charakterzügen besitzt. Imam Baqir sagte: Oh Jabir! Lasse dich nicht von den verschiedenen Sekten beeinflussen. Glaubst du etwa, dass es jemandem ausreicht zu sagen, dass er Ali (as) mag und er sein Anhänger sei, jedoch nichts dafür aufbringt, um seinen Anspruch zu unterstützen? Oder gar behauptet, dass er den Propheten mag, welcher gerade zu besser ist als Imam Ali, ihn (den Propheten) jedoch nicht als Beispiel nimmt, in dem er seinen Taten folgt und nach der Tradition (Sunna) des Propheten handelt. Die Liebe allein zum Propheten nützt Ihm nichts. Daher, fürchte Gott und handle dementsprechend, um dies zu erlangen, welches dich zu Gott näher bringt, da keine Verwandtschaft zwischen Gott und irgendjemanden besteht. Der zumeist geliebte bei Gott ist jener, der zu meist fromm ist und der edelste ist jener, der Gott fürchtet und ihm Folge leistet. Ich schwöre bei Gott, dass es nicht möglich ist die Nähe Gottes zu beanspruchen, außer durch die Gehorsamkeit (zu ihm) und wir besitzen nicht die Schlüssel der Befreiung von dem Höllenfeuer und keiner besitzt irgendeine Macht über Gott. Wer auch immer Gott gehorsam ist, ist ein Freund von uns und wer auch immer ungehorsam gegenüber Gott ist, ist unser Feind. Niemand kann unsere Freundschaft erlangen, es sei denn, dass er großzügig und fromm ist.

Schiitische Quelle: Mishkat ul-Anwar, Hadith 290

Imam Sadiq (as) sagte: Imam Alis Anhänger sind schlank und ihre Lippen sind trocken, aufgrund der ständigen Erwähnung und Lobpreisung von Gott […]

Schiitische Quelle: Mishkat ul-Anwar, Hadith 299

[3] Als Shiite musst du versuchen der Beste unter den Menschen zu sein


Listen wir diesbezüglich eine Überlieferung auf:

Imam al Sadiq (as) sagte zu Isa bin Abdullah al Qummi: Jene Person ist nicht von uns, weder noch schätzen wir diese, und zwar ist jene (Person) gemeint, die in einer Stadt lebt mit einer Bevölkerung von 100.000 Menschen, während dort nur eine Nicht-Shiitische Person existiert, die gottesfürchtiger ist als sie.

Schiitische Quelle: al Kafi

Dementsprechend sollten der Glaube, die Taten und die Frömmigkeit der Shiiten derartig sein, dass diese zu den Besten zählen und niemand im Stande ist diese zu übertreffen. Allah (swt) bezeichnete solche Geschöpfe als ''Khairul Barīya = die besten Geschöpfe'', wie wir im Koran lesen:

[98:7] Gewiß, diejenigen aber, die glauben und rechtschaffene Werke tun, das sind die besten Geschöpfe.

Und selbst sunnitische Quellen bestätigen durch verschiedene Ketten der Überlieferer, dass dieser Vers zugunsten der Shia von Imam Ali (as) hinab gesandt wurde. So heißt es in einer sunnitischen Überlieferung, in welcher der obige Vers erklärt wird:

Muhammad bin Ali berichtet, dass der Prophet Mohamad (saas) sagte: Die besten Geschöpfe sind du, Ali, und deine Shia.

Sunnitische Quelle: Tafsir ibne Jarir, Band 33, Seite 146

[4] Schlussfolgerung


Im linguistischen Sinne sind wir alle Shiiten. Doch im religiös rechtlichen Sinne müssen wir noch an uns arbeiten. In den shiitischen Überlieferungen ist die Rede von einem "großen Lohn" für die Shiiten am jüngsten Tag. Um von diesem Lohn profitieren zu können, müssen wir durch unsere Frömmigkeit überzeugen, indem wir die Ahlulbayt (as) nachahmen. Es reicht nicht aus an die Wilayah der Imame zu glauben, eher muss man die Wilayah ausleben. In kurzen Worten lässt sich der Begriff ''Wilayah'', wie folgt erklären:

Wilayat ist die Liebe zur Ahlulbayt (as), gefolgt von der natürlich Konsequenz, dass man ihnen bezüglich der religiösen Angelegenheiten Folge leistet, die Verpflichtungen, die uns auferlegt wurden, erfüllt, und Abstand hält von den Dingen, die uns verboten wurden. Wilayat bedeutet, dass man in die Fußstapfen der Ahlulbayt tritt, ihre Taten, ihr Verhalten und ihre Art zu Sprechen nachahmt.

Shiitische Quelle: Majmaul Bahraen, Bedeutung vom Begriff ''Wilayat''

Autor: Mohamad.A     Internetseite: Shiat-mohamad.blogspot.com

Der Lohn für jene, die um Imam Hussein (as) weinen


Eine Übersetzung aus dem Werk Kamil al Ziyarat, vom Sheikh Ibn Quluwayh al Qummi, Kapitelname: ''Der Lohn für jene, die um Imam Hussein (as) weinen''. Achtung: Nicht alle Überlieferungen wurden übersetzt, da die Inhalte oft dieselben waren.

(Ibn Quluwayh sagt) Hasan ibn Abdillah ibn Muhammad ibn Isa berichtete mir von seinem Vater, von Hasan ibn Mahbub, von Ala ibn Razin, von Muhammad ibn Muslim, von Abi Jafar (Imam Baqir as.), der sagte: Ali ibn Hussein (Imam Sajjad as.) pflegte es zu sagen: Jeder Gläubige, der um Hussein ibn Ali (as) weint und das auch nur mit einer Träne, die an seinen Wangen hinunter gleitet, wird in den Räumen des Paradieses verweilen, und zwar auf ewige Zeit.

Jeder Gläubige, der um uns weint und das auch nur mit einer Träne, die an seinen Wangen hinunter gleitet, aufgrund seines Kummers hinsichtlich der Art und Weise, wie unsere Feinde uns in diesem Leben verletzten, wird von Allah (swt) für diese Träne belohnt [...]

Und jeder Gläubige, der weint und das auch nur mit einer Träne, die an seinen Wangen hinunter gleitet, aufgrund seiner Schmerzen, da dieser auf unserem Wege [1] verletzt wurde, wird vor all dem Leid am Tag der Abrechnung ferngehalten und sicher sein vor Allahs (swt) Zorn und der Hölle.

(Ibn Quluwayh sagt) Die obige Überlieferung wurde mir ebenfalls anhand der folgenden Kette berichtet: Mein Vater und all meine Gelehrten, von Sad ibn Abdillah, von Ahmad ibn Muhamad, von Hamzah ibn Ali al Ashari, von Hassan ibn Muawiyah ibn Wahab, von einem, der ihm berichtete, von Abi Jafar (as).

Shiitische Quelle: Kamil al Ziyarat, Kapitel 32, Hadith 1
[1] Beispielsweise während der Trauerzüge für Imam Hussein (as)

25.11.2012 - Todestag von Imam Hussein (as) - Und überall war der Himmel rot


Bevor wir zu den Bildern kommen, möchte ich nochmals in kurzer Form auf shiitische und sunnitische Überlieferungen verweisen. Fangen wir mit zwei shiitischen Überlieferungen an:

(Ibn Quluwayh sagt) Muhamad ibn Jafar al Razzaz berichtete mir von Muhamad ibn Hussein, von Hakam ibn Miskin, von Dawud/Yazdad ibn Isa Al-Ansari, von Muhamad ibn Abdil Rahman ibn Abi Layla, von Ibrahim al-Nakhai, der sagte: Der Führer der Gläubigen (Imam Ali as.) traf ein und nahm in der Moschee Platz, während sich seine Gefährten um ihn versammelten. Schließlich kam dann al-Hussein (as) und stellte sich vor den Führer der Gläubigen (Imam Ali as.).

Der Führer der Gläubigen (Imam Ali as.) platzierte seine Hand über den Kopf von al-Hussein (as) und sagte: Oh mein Sohn! Allah hat im Koran einige Menschen niedriger gestuft (im Rang herabgesetzt), indem er sagte: '[44:29] Weder Himmel noch Erde weinte über sie, und ihnen wurde kein Aufschub gewährt.' Ich schwöre bei Allah, dass sie dich nach mir töten und die Himmel und die Erde über dich weinen werden.

Shiitische Quelle: Ibn Quluwayh, Kamil Al-Ziyarat, Kapitel 28, Seite 177-178, Hadith 2

(Ibn Quluwayh sagt) Muhamad ibn Jafar berichtete mir von Muhamad ibn Hussein, von Wuhayb ibn Hafs al Nahhas, von Abi Basir, der sagte: Abu Abdillah (Imam Sadiq as.) sagte: Die Himmel und die Erde weinten über den Tod von al-Hussein (as) und färbten sich rot. Sie weinten nie über jemanden außer für Yahya ibn Zakariya (as) und Hussein ibn Ali (as).

Shiitische Quelle: Ibn Quluwayh, Kamil Al-Ziyarat, Kapitel 28, Seite 178, Hadith 3

Listen wir nun sunnitische Überlieferungen bzw. Argumente auf:

Der sunnitische Imam Mohammad ibn Jareer Tabari schreibt: Es wird gesagt, dass das Weinen des Himmels derartig ist, dass all seine Ecken (Winkel) rot werden.

Sunnitische Quelle: Tafseer Tabari, Band 22, Seite 33

Imam Ibn Jareer Tabari, in seinem Werk Tafsir al Tabari, gibt folgende Überlieferung wieder: Al Seddi sagte: Als Hussein ibn Ali (ra) getötet wurde, fing der Himmel an für ihn zu weinen. Das Weinen des Himmels war so, dass er rot wurde (sich verfärbte).

Sunnitische Quelle: Tafsir Tabari , Band 22, Seite 33

Bezüglich dieser Thematik empfehle ich euch diesen Artikel: Selbst der Himmel weinte über Imam Hussein (as) – Shiitische und sunnitische Quellen

Gestern, am 25.11.2012, sahen viele Geschwister, wie sich der Himmel rot färbte. Nicht nur Muslime nahmen dieses Spektakel wahr, selbst auf Nicht-Islamischen Seiten wird darüber berichtet. Schauen wir uns zuerst einmal einige Bilder an, die von gestern stammen und von shiitischen Geschwistern fotografiert wurden [Bilder anklicken, um sie größer und deutlicher zu sehen]:









Auch ich persönlich, sah auf meinem Heimweg zufällig ein Spektakel, welches ich auf Video aufzeichnete. Man muss sagen, dass es mit bloßem Auge viel besser zu sehen war, als hier auf dem Video. Der Mond ist von einem Hauch an Röte (mit bloßem Auge war die Röte viel stärken zu sehen) umgeben, seht selbst:


Im Internet ließt man ebenfalls über die Verfärbung des Himmels, und zwar auch auf Nicht-Islamischen Seiten. Siehe beispielsweise diese Bilder, die von gestern stammen:

http://www.meinanzeiger.de/saalfeld/natur/flammender-himmel-ueber-arnstadt-sonntag-25-november-2012-1632-uhr-d22965.html

http://www.lokalkompass.de/dortmund-sued/natur/roter-himmel-ueber-hombruch-d235788.html

Es ist erstaunlich, wie sich dieses Ereignis, ausgerechnet am Todestag von Imam Hussein (as), stets wiederholt. Es ist kein Aberglaube oder auch keine Übertreibung, denn all dieses wird in den Überlieferungen festgehalten. Die Einen werden dies zu schätzen wissen, während es die Anderen, aufgrund ihres Hasses gegenüber der Familie des Propheten, ins lächerliche ziehen werden.

Autor: Mohamad.A     Internetseite: Shiat-mohamad.blogspot.com