skip to main | skip to sidebar

Während seiner Reisen bestimmte der Prophet Mohamad (saas) Vertreter, nach seinem Tode jedoch nicht?


Einige Muslime, wie die Sunniten, vertreten die Ansicht, dass der Prophet Mohamad (saas) nicht explizit jemanden auserwählte, um seine Nachfolge als Kalif oder auch Imam, anzutreten. Dementsprechend meinen sie, dass er diese Entscheidung der Ummah überließ. Laut uns Shiiten ist solch eine Ansichtsweise jedoch falsch. Wir könnten diesbezüglich unzählige Gründe auflisten, doch in diesem Artikel möchten wir uns nur auf einen beschränken.

Die Geschichte beweist, sowohl laut den shiitischen als auch sunnitischen Quellen, dass der Prophet Mohamad (saas), während er sich beispielsweise auf Reises befand oder sich zu einer Schlacht aufmachte, seinen persönlichen Stellvertreter für die Menschen bestimmte. Selbst wenn er auch die Stadt nicht verließ, pflegte er es Stellvertreter zu bestimmen und zwar für Orte, die von Muslimen umgeben waren, seien sie von großer oder auch kleiner Anzahl. Diese Bestimmungen beruhten nicht auf der Meinung der Menschen (sie spielten bei der Auswahl des Stellvertreters keine Rolle), eher bestimmte sie der Prophet Mohamad (saas) mittels eines göttlichen Befehls. Folglich stellt sich eine logische Frage für uns: Wie kann es nach all dem Besagten dann sein, dass der Prophet zum wichtigsten Zeitpunkt, nämlich während seiner längsten Abwesenheit (nach seinem Tod) keinen Stellvertreter auserwählte und dies nicht, bis zum Jüngsten Tag?

Hierzu möchten wir euch einen schönen Hadith präsentieren, ausgesprochen von einem Mitglied der Ahlulbayt (as) des Propheten Mohamad (saas), nämlich Imam Ali al Ridha (as).

Imam al Ridha (as) fragte den Gelehrten ibn Rameem: Bestimmte der Heiligen Prophet (saas) etwa nicht einen Stellvertreter, als er Medinah verließ?

Ibn Raameen antwortete: Ja, er bestimmt Ali.

Imam Ridha (as) fragte: Warum bat der Prophet (saas) denn nicht die Menschen aus Medina, "Bestimmt einen von euch, da ihr nicht zu jenen Menschen gehört, die sich dem Ungehorsam fügen und in die Irre gehen".

Ibn Daayen antwortete: Da sich der Prophet (saas) davor fürchtete, dass es möglicherweise unter den Menschen zu Unstimmigkeiten und Konflikten (Zwiespalt) kommen könnte.

Imam Ridha (as) sagte: Was würde dies schon bedeuten, denn selbst wenn es Schwierigkeiten geben sollte, so würde der Prophet (saas) sie doch korrigieren können, während seiner Rückkehr nach Medinah?

Ibn Daayen antwortete: Ohne Zweifel ist der Entschluss des Propheten (saas), einen Stellvertreter (während er sich auf Reise befindet) für sich zu bestimmen, der zumeist angemessenste.

Imam Ridha (as) sagte: Also bestimmte er irgendwen dafür, um ihn nach seinem Tode zu vertreten?

Ibn Daayen: Nein.

Imam Ridha (as): War denn der Tod des Propheten (saas) nicht wichtiger, als seine Reise (nach Medinah)? Seine Reise (nach Medinah) war nur von kurzer Dauer, doch jene (sein Tod), war von langer Dauer und auf ewig. Also wie kommt es, dass er zum Zeitpunkt seines Todes zuversichtlich war, bezüglich (der Wahl eines Vertreters) der Menschen, während bei einer kurzen Reise, die nur einige Tage andauerte, er es nicht war, obwohl er dort sogar noch die Möglichkeit besaß, die Unstimmigkeiten zu korrigieren?

Shiitische Quelle: Bihar al Anwar, von al Majlisi, Band 23, Seite 75

Dies war nur ein Beispiel, bezüglich der logischen Denkweise der Shiiten, sich stützend auf die wahren Vertreter des Propheten Mohamad (saas). Es folgen in Zukunft inshallah weitere.

Autor: Mohamad.A     Internetseite: Shiat-mohamad.blogspot.com