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Die geringe Brautgabe ist in Vergessenheit geraten


Der heilige Prophet Mohamad (saas) sagte: Die beste Frau in meiner Gemeinschaft ist jene, mit dem zumeist strahlenden Gesicht [1] und der geringsten Brautgabe.

Shiitische Quelle: Wasael al Shia, Band 15, Seite 1

[1]
Was das "zumeist strahlende Gesicht" einer Frau anbelangt, so leitet sich dieses von ihrem vorzüglichen moralischen Benehmen ab, welches wiederum die Ausstrahlung und den Glanz des Gesichts und der Haut fördert. Hierzu existieren in der Sunnah ebenfalls Überlieferungen, die dies andeuten. Diese Deutung der Überlieferung stammt von Ayatullah Mohamad al Husseini al Shirazi (aus seinem Werk: Die Familie), so wie auch der Rest dieses Vortrages, der frei übersetzt wurde.

Die Brautgabe bzw. das Mitgift im Islam, ist ''nur'' von symbolischer Natur. So sollte es nicht der Grund dafür sein, dass zwei Seelen nicht zueinander finden. Zwar gebietet der Islam die Brautgabe, aus Ehre und Respekt zur Ehefrau. Jedoch heißt dies nicht, dass die Brautgabe im übertriebenen Maße ausfallen muss, vielmehr betont der Islam die Schlichtheit dessen. Dementsprechend reicht es für den Ehemann schon aus, seiner Frau ein Kapitel (Sure) aus dem heiligen Koran zu lehren oder ihr auch einen schlichten Ring zu schenken.

Die Schlichtheit der Brautgabe steht laut dem Propheten Mohamad (saas) im Zusammenhang mit der besten Frau, da sie vieles einfacher macht, besonders was die Heirat anbelangt. So steht beiden Seelen nichts mehr im Wege, wie es beispielsweise bei einer zu hohen Forderung an Brautgabe der Fall sein könnte. Im Koran heisst es: [2:185]...ALLAH will für euch Erleichterung; doch ER will für euch keine Erschwernis... 

Auch sagte der Prophet Mohamad (saas): Lasset die Dinge für euch leicht (einfach) sein und lasset sie nicht schwer ausfallen. 

Shiitische Quelle: Ghawali Al-Li'ali, Band 1, Seite 381

Denn ist es doch so, dass das Einfache für die Abwesenheit von Stress bei einer Person sorgt, sei er (der Stress) von mentaler oder körperlicher Natur. 

Vor dem Zeitalter des westlichen Materialismus, war es ein gängiger Gebrauch unter den Muslimen, dass die Brautgabe bescheiden ausfiel. Es gab nur einige Ausnahmen, wie beispielsweise die Umayyaden und die Abbasidischen Kalifen, die von den Traditionen des Islam abwichen und beispielsweise eher die Traditionen der Persischen Könige annahmen. Aufgrund dessen wiesen die unfehlbaren Imame aus der Ahlulbayt (as) immer wieder auf die Sunnah des Propheten Mohamad (saas) hin, besonders auch, was die Brautgabe anbelangte. 

Beispielsweise verzeichnet die Geschichte die Brautgabe von Fatima al Zahra (as), der Tochter des Propheten Mohamad (saas). Laut verschiedenen Berichten, belief sich die Summe der Brautgabe auf gerade mal 30 Dirham. Die Einrichtungen für ihre Hochzeit fielen sehr schlicht aus, in solch einem Maße, sodass der Teppich des Raumes, aus Sand bestand. Und abgesehen von all dem, waren Fatima (as) und ihr Ehemann Imam Ali (as) das glücklichste Paar, nicht nur laut der islamischen Geschichte, sondern auch der Geschichte der gesamten Menschheit. 

Was die Brautgabe anbelangt, so sorgte der Prophet Mohamad (saas) dafür, dass sie auch für seine anderen Töchter gering ausfiel, nicht nur bezüglich Fatima (as). Er (saas) tat dies, um zu zeigen, dass es zu seiner Sunnah (Lebensweise) gehört. Doch viele Menschen halten sich nicht an dieses Paradebeispiel und fordern Summen als Brautgaben, die einem Jahreslohn eines Arbeiters gleichkommen. Dies beobachten wir heute leider alt zu oft und zumeist sind es derartige Forderungen, die einen Ehezusammenschluss verhindern. Ob dies wohl im Interesse Gottes liegt? 

Man sollte sich stets folgendes vor Augen führen, was die Forderung von Besitztümern und Reichtum anbelangt: 

Jene Zufriedenheit, die keine Übertreibung verlangt, um ausgelebt zu werden, ist auch jene Zufriedenheit, die zum mentalen und körperlichen Komfort führt.

frei übersetzt: Mohamad.A     Internetseite: Shiat-mohamad.blogspot.com